Titanic - Das Musical. Hamburg
ab Dezember 2002 - Neue Flora Hamburg (derzeit keine Aufführungen mehr)
Der Untergang des angeblich unsinkbaren Schiffs "Titanic" gehört zu den mythenumworbenen Ereignissen, die in den letzten Jahren zum Gegenstand von Literatur und Film geworden sind. James Camerons cineastische Umsetzung der tragischen Geschichte war ein absoluter Tophit. Mit Spannung dürfen Sie nun die musikalische Umsetzung dieser mitreißenden Story des Luxusliners in Form eines Musicals erwarten.
Am 8. Dezember 2002, wird TITANIC im Theater Neue Flora in Hamburg eine glanzvolle Gala-Premiere feiern. Und dabei ist es kein Zufall, dass der mehrfach preisgekrönte Musical-Hit gerade hier aufgeführt wird. Maik Klokow: "Hamburg als maritime Metropole passt besser als jede andere Stadt zu diesem spannenden und bewegenden Theatererlebnis. Die Neue Flora steht hier seit langem in der Tradition großer klassischer Musicals - das ideale Haus für den spektakulären Broadwayerfolg."
Titanic Background
Als die Titanic am 10. April 1912 den Hafen von Southampton zu ihrer Jungfernfahrt nach New verließ, galt sie als das größte, schnellste und sicherste Passagierschiff der Welt. Ein "unsinkbares" Traumschiff, dass in 6 Tagen den Atlantik überqueren sollte, mit 2.228 Menschen an Bord, 914 Besatzungsmitgliedern und 1.314 Passagieren. Als sie am 14. April um 23.40 Uhr mit einem Eisberg kollidierte und bei ihrem Untergang 1.517 Menschen in die Tiefe riss (nur 713 überlebten), wurde sie zum Symbol einer Epoche, in der der Glaube der Menschen an die ungeahnten Möglichkeiten des technischen Fortschritts und an die Beherrschung der Naturgewalten an ihre Grenzen stieß.
Der Titanic Mythos lebt in Büchern, Filmen, Ausstellungen und in dem ab Dezember 2002 in Hamburg gespielten, mehrfach preisgekrönten Broadway Musical TITANIC weiter.
Genau 85 Jahre nach dem Ablegen des Ozeanriesen hatte das 10 Millionen Dollar Bühnenspektakel am 23. April 1997 im New Yorker Lunt-Fontanne Theater Premiere, wo es fünf der begehrten Tony Awards für die besten Leistungen in allen nominierten Kategorien erhielt: Bestes Musical, Beste Musik, Bestes Buch, Beste Orchestrierung, Bestes Bühnenbild. In Hamburg, in der NEUEN FLORA wird TITANIC ab Dezember 2002 als deutschsprachige Erstaufführung des Musicals vor Anker gehen.
Peter Stone hat das Buch zu TITANIC-Das Musical geschrieben. Er hat 14 Broadway Shows und 25 Filme gedreht und ist der einzige amerikanische Autor, der sowohl einen Tony, einen Oskar, als auch einen Emmy Award für seine künstlerischen Leistungen erhielt. Mit dem Komponisten und Texter Maury Yeston, dessen Songs durch Künstler wie Placido Domingo, Gloria Estefan und Barbara Streisand zu Ruhm gelangten, fand er den geeigneten Partner. Maury Yestons Kompositionen verdichten die ergreifende Geschichte in einer prachtvollen, opernhaften Partitur, die besonders durch die überwältigenden Chöre für ein Gänsehaut-Feeling sorgt.
Die Hamburger Produktion wird von Wolfgang Adenberg übersetzt.
TITANIC-Das Musical ist ein Ensemblemusical, und ein Stück für ein großes, klassisch besetztes Orchester. Es ist technisch beeindruckend, spektakulär, berührend, voll Humor und Fahrt, mit gewaltigen Gesangs- und Tanzpartien. Es erzählt, anders als das später gedrehte, mehr personenbezogene, bombastische Hollywood-Leinwandepos von James Cameron, wahrheitsgetreu und basierend auf Fakten, die Geschichte des Unterganges der als unsinkbar beschriebenen Titanic; aus den Augen ihrer Crewmitglieder und der Passagiere in der ersten, zweiten und dritten Klasse.
Es ist ein Musical über den Kapitän, Edward J. Smith, dem die Routine zum Verhängnis wurde, über den Titanic Reeder, Antreiber und schließlichen Feiglings, J. Bruce Ismay und über Thomas Andrews, den Konstrukteur des Luxusliners, der wie kein anderer das Drama von der anfangs grenzenlosen Begeisterung bis zur bodenlosen Verzweiflung am Ende erlebt. Alle drei haben Anteil an der Tragödie. Aber es ist auch die Geschichte des Heizers, der wusste, dass das Schiff zu viel Fahrt machte, des Funkers, der versucht, andere Schiffe zu alarmieren; des Mannes im Krähennest hoch oben im Mast, der den unheilbringenden Eisberg zu spät sieht, weil er kein Fernglas hatte.
TITANIC-Das Musical stellt drei irische junge Frauen vor, die auf ein besseres Leben in Amerika hoffen; aber auch eine Anzahl der reichsten Menschen der Welt, die auf der Titanic in einer Welt voller Luxus und Überfluss schwelgten. Bis in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912, Irrsinns-Geschwindigkeit und Übermüdung, dem Leben, der Liebe, dem Verlangen und den Wünschen hunderter Menschen ein Ende setzte.
TITANIC-Das Musical beginnt mit der Jungfernfahrt von England nach Amerika und endet mit den Überlebenden aus den Rettungsbooten, die von der Carpathia aufgenommen wurden. Die meisten Personenrollen im Musical haben wirklich existiert, z.B. Edward.J. Smith (der Kapitän), J. Bruce Ismay (Direktor der White Star Line), Thomas Andrews (der Konstrukteur), Frederick Barrett (der Heizer) und Harold Bride (der Funker), das Ehepaar Strauss (Inhaber der Kaufhauskette Macy's ), der Jetsetgründer J.J. Astor und ein echter Guggenheim.
Einige Rollen wurden aus dramaturgischen Gründen zugefügt, aber auch sie nach der getreuen Wiedergabe von anwesenden Passagieren und Besatzungsmitgliedern jener Zeit. Das Theaterpublikum erlebt mit den Mitreisenden der Titanic jeden Augenblick des Schiffsdramas in den einzelnen Klassen.
Der erste Akt steht ganz im Zeichen der Festlichkeiten zur Jungfernfahrt des größten, luxuriösesten, sichersten Schiffes der Menschheitsgeschichte. Der zweite Akt ist der genaue Gegensatz: eine ergreifende Aneinanderreihung von Versäumnissen, Zweifeln, Angst und Panik unter den Passagieren und der Crew, bis das unvermeidbare Unglück bis zum letzten durchgedrungen ist. Plötzlich sind die Klassenschranken zwischen denen, die es geschafft haben und denen, die es noch schaffen wollen aufgehoben. Zum Schluss sind alle gleich, Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, egal ob Geldaristokrat, Auswanderer oder Maschinist, nur die Chancen zu überleben sind es nicht.
TITANIC- Das Musical
Von Peter Stone (Geschichte, Buch) und Maury Yeston (Musik, Songs)
Deutsche Übersetzung von Wolfgang Adenberg
Premiere in der Neuen Flora in Hamburg, Dezember 2002
Titanic Auszeichnungen
5 Tony Awards in den Kategorien:
Bestes Musical, Bestes Buch zum Musical, Beste Musik, Beste Orchestrierung und Bestes Bühnenbild
Drama Desk Award in der Kategorie
Beste Orchestrierung
Zwei Outer Critics Awards für
Besonderes Szenen-Design und
Besonderes Lichtdesign
Titanic Pressestimmen
"Vor 85 Jahren verließ die Titanic Southampton auf Ihrer Jungfernfahrt in Richtung New York. Als der Star eines neuen Musicals hat sie nun endlich ihr geplantes Reiseziel erreicht. Die Idee einer Musik- und Tanzshow über dieses große Schiffsunglück klingt grotesk. Entgegen aller Vermutungen: TITANIC-Das Musical läuft. Dies ist eins von diesen seltenen Musicals, die die tragische Würde erreichen. Man verlässt diese gewaltige, anspruchsvolle Produktion mit einer gewissen Ehrfurcht".
-Charles Spencer, The London Daily Telegraph
"Eine zerebrale Show mit epischen Zielen und apokalyptischen Spezialeffekten"
-Sara Krulwich, The New York Times
"Um die Titanic sinken zu lassen, haben sich die Ingenieure eine Art schiefes Schiffshebewerk ausgedacht, mit dem der gesamte Bühnenaufbau effektvoll aus dem Lot gebracht werden kann. Während sich in der Geschichte der Bug des Dampfers allmählich mit Meerwasser füllt, so dass die Titanic sich mehr und mehr neigt, hebt die Hydraulik im Theater die Heckseite der Bühne Stück für Stück an, bis sich im Rauchsalon der ersten Klasse das Mobiliar in Bewegung setzt. Damit ist den Musicalmachern ein kleiner Geniestreich gelungen: Mit der Macht der Mechanik zeigen sie die Ohnmacht gegenüber der Maschine, wenn sie sich einmal selbständig gemacht hat".
-Jürgen Neffe, Der Spiegel
"Das Star-Musical, schon jetzt von vielen als neuer amerikanischer Klassiker gesehen, verzichtet auf Stars. 60 Broadway Profis singen professionell, doch TITANIC gestattet es keinem, sich in den Vordergrund zu schieben" und "Das gleichsam naive Erzählen hat eine Qualität, die keine Steigerung mehr zulässt. Dass das Musical als Form auch für die Tragödien taugt, die sich tief ins kollektive Bewusstsein eingegraben haben, haben die Macher von TITANIC bewiesen. Es stimmt einfach alles an dem Mammutwerk".
-Robert von Rimscha, Tagesspiegel
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