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 Reise Review: Tschüss Deutschland. Andorra Teil 2
Backstage:Business
Geschrieben von lutzmeyer auf 21.02.2006 um 21:33:33

Llac Engolasters (Bergsee), Encamp, Andorra

Andorra. Ein Auswanderungsbericht.

Fortsetzung von Teil 1



Finale (Juli 2005)

Dieser "Reisebericht" hat sich mit seinen Updates über 3 Jahre entwickelt, und ist letztlich ein Staaten-Vergleichstest geworden, wenn auch natürlich ein sehr subjektiver. Möglicherweise finden Sie manches überzogen in Bezug auf Deutschland, dann sind Sie vielleicht noch jung. Oder selber ein Sozi, aber ich hatte Sie ja gewarnt. Wenn Sie dagegen der Meinung sind, es ist alles noch viel schlimmer, haben Sie recht. "Dummheit schützt vor Strafe nicht" hat für deutsche Staatsdiener noch nie gegolten.

Das Kapitel Deutschland ist für mich endgültig abgeschlossen. Als mittlerweile 61-jähriger würde ich die Auswirkungen einer grundlegenden Veränderung sowieso nicht mehr erleben. Was aktuell geschwafelt wird, liegt ohnehin Lichtjahre entfernt von dem, was in Andorra Realität ist. Andorra scheint seinen Weg ohne Kalkül zu gehen, irgendwie so wie immer. Über Jahrhunderte betrachtet macht das sogar richtig Sinn - und seltsamerweise besonders für mich als Internet-Mensch. Andorra als Gesamtbild gibt ganz einfache Antworten auf Gesellschaftsprobleme deutscher Machart. Aber fragen brauchen Sie hier dennoch niemanden, weil solche Fragen nicht verstanden würden.

Damit will ich dieses Pamphlet auch langsam beenden. Da Sie bis hierher durchgehalten haben, gehe ich davon aus, dass Ihnen dieser Artikel gefallen hat. Haben Sie eine Website, dann freue ich mich über Ihren Link hierher. Zumindestens drücken Sie einmal auf den Abstimm-Knopf rechts mit der Artikel Bewertung. Ich brauche das fürs Selbstbewusstsein.

Auch wenn Sie sich letztlich entschliessen in Deutschland zu verharren, ist Andorra der sicht- und testbare Beweis, dass es anders geht - ganz anders. Andorra hat alles das, was Deutschland völlig abgeht, und ich meine natürlich nicht das Wetter oder die Natur. Dürfte ich nur ein Wort nehmen, dass ich mit Andorra's Gesellschaft zu allererst in Verbindung bringe, so heisst das RESPEKT - gegenseitiger Respekt. Kennen Sie dieses Wort noch? Der "deutsche Sozi als solcher" ist natürlich nicht bösartig, nur einfältig. Aber er sitzt tief versunken in seiner Parallelwelt parteiübergreifend bis in die untersten Entscheidungsebenen am Hebel, und findet sich selber leider ganz und gar nicht überflüssig. So wird er mit dem Tunnelblick des Ignoranten und dem Sendungsbewusstsein eines besonders guten Menschen weiter seine Ernährer vergraulen, nachwachsenden Generationen ihre Selbstachtung abdressieren, daraus wiederum seine Existenzberechtigung ableiten, auf dass er seine Spezies weiter vermehren kann, bis letztlich alle verblödet sind und gemeinsam menschenverachtende Proll-Shows im TV-Nachmittagsprogramm gucken. Der eine merkts nicht mehr, und der andere klopft sich auf die Schulter: Gut, dass es mich gibt. Weil alle Wahlrecht haben, kann sich der letzte verbliebene fleissige Normalbürger dann auch den Gang zur Wahlurne sparen. Normal? Menschenwürde, Menschenrechte? Der deutsche Sozi zeigt bei diesem Thema liebend gerne auf andere Länder. Und drei Finger seiner Hand zeigen auf ihn zurück.

Der Staat Andorra tut aus sehr gutem Grund nichts, sein Supermarkt- und Sporttouristik-Image zu verändern. Aber er arbeitet an zukunftsträchtigen Modellen, die überwiegend in Richtung Dienstleistung gehen. Ich nehme an, mein Internet-Business gehört dazu. Der Fliegenschiss auf der Landkarte muss ständig kleinere bis grössere Kompromisse mit der EU schliessen, um in Ruhe gelassen zu werden, und letztlich lebt er wunderbar von dem Irrsinn. Für Deutschland stehen die Chancen auf "Small is beautiful" so schlecht dann auch wieder nicht, wenn die Grossbanken endlich den Hahn für das Sozi-Experiment vom 4. Reich zudrehen. Es würde eine satte Pleite, aber künftige Generationen wären sicher unendlich dankbar.

So lebe ich nun hier, und bin viel weiter von der ultimativen Andorra-Story entfernt, als je zuvor. Vor 2 Jahren hätte ich sie locker aus dem Ärmel geschüttelt. Gut, dass ich sie nie geschrieben habe! Tröstlich, dass mein Hund (Typ dominanter Rüde und Terrier) wohl ähnlich irritierende Erfahrungen gesammelt hat. Katzen, die nie weglaufen, und "Kampfhund"-Rüden, die immer nur freundlich mit dem Schwanz wedeln, muss einfach einen Deutsch-Hund überfordern. So ähnlich geht es mir aber auch. Gemeinsam schön über irgendwas lamentieren klappt nicht. Andorrans haben immer nur diese wegwerfende Handbewegung. Ah, igual! oder Ah, normal! Und sie lächeln dabei aufmunternd, ist das nicht gemein? Das Lächeln! Im Minutenabstand geht etwas daneben, eben allerlei Missverständnisse. Krebsrote, aufs Recht pochende Gesichter habe ich aber nie gesehen. Schulterzucken, lächeln und weiter.

Die Menschen hier! Fast hätte ich sie ganz vergessen, denn schliesslich tragen sie Andorra so wie es ist. Andorra ist ein Vielvölkerstaat, dazu noch 3-sprachig, wovon ich immer noch keine beherrsche. Klischees können Sie dann auch gleich vergessen. Südländisches Temperament - naja, zeitweise. In jedem Fall, wenn Barca (FC Barcelona) wieder mal gewinnt. Schwarzhaarige Senyoritas mit riesigem runden Ohrring, selten. Die Gegenstücke, körperbetonte Süd-Machos, sind mir auch nicht sonderlich aufgefallen. Was mich wohl von Anfang an beeindruckt hat, ist die Gleichberechtigung von Männchen und Weibchen im normalen Alltag. Frauen sind als Polizisten sogar fast in der Überzahl (zumindest in Andorra-City), als Autofahrer sind sie auch zu gebrauchen, und fahren nie den Zweitwagen. Den fahren hier immer die Männer. hoffnungslos zerbeult vom täglichen Nahkampf mit schmiedeeisernen Pollern, Blumenkübeln sowie Felsen und spoilerfressenden Senken in der Strassentopologie. So ungefähr jedenfalls.

Es ist so: Sie können gar nicht umhin, die hiesige Normalität und Unaufgeregtheit aufzunehmen. Wenn nicht, sind Sie nämlich ein Tourist. Aber das ist natürlich kein Negativmerkmal für Andorraner - lediglich gewohnt ungewöhnlich in der Verhaltensweise. Der panische Blick hinterm Steuer, die Genickstarre beim Bestaunen der Riesenberge, die gerade erstandene Megapixel Kamera stets am Auge. Andorrans, also die Ureinwohner, brauchen viel Geduld mit der Annäherung. Aber sie sind noch viel geduldiger. Kurzum: Nach über einem Jahr bin ich wirklich stolz, dass der holzschnitzende ältere Herr am Rec del Sola mich mit einem genuschelten n'Dia zurückgrüsst. Oder einer der vielen Polizisten mittlerweile freundlich Ollaaa ruft, aber immer noch ansatzweise sauber salutiert. Zumindest die Hacken knallt er nicht mehr zusammen.

Noch etwas sehr Persönliches: Geborgenheit! Die hätte ich nämlich von diesem Land, von diesem Staat am Wenigsten erwartet. Ich hatte mir anfangs alle Negativberichte eingesaugt, und bin deshalb auch mit bangem Gefühl die Auswanderung angegangen. So bin ich davon ausgegangen, dass in diesem "kapitalistischen System" die Sozialversicherung CASS ältere Herrschaften wie mich nicht so ohne weiteres akzeptiert. Nichts war! Der Gesundheitscheck war ernüchternd. Extrem hoher Blutdruck wegen der Aufregung. Ich wurde zur einwöchigen Beobachtung an ein Centre de Salut verwiesen, sehr fürsorglich betüdelt, und dann war alles wieder in Ordnung. Die dortige Ärztin aus Finnland hatte sich wohl auch gefreut, ihre Deutsch-Kenntnisse mal wieder auffrischen zu können. Anschliessend Stempel bekommen, und ab dafür.

Dann hatte ich in einem Spanien-Auswanderungsforum gelesen, dass die Menschen im iberischen Raum angeblich ziemlich gleichgültig miteinander umgehen sollen. Aber machen Sie hier mal einen Gleichgültigkeits-Test. Verlieren Sie mal was, oder heucheln Sie ein menschliches Problem. Die Menschen haben Augen hinten! Auf "Auf-Gute-Nachbarschaft" Schleimerei können Sie lange warten, aber wenns wirklich klemmt, sind alle da und glotzen nicht nur. Oft genug beobachtet aus meinem Fenster, wo sich eilige Moto-Fahrer reihenweise auf die Klappe legen.

Ich liebe dieses bockige und unbegreifliche Land! Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie Andorra einfach. Klar, auch mit dem Auto. Nicht nur als Zwischenstopp zum Auftanken und Schnäppchen fassen. Aber das kleine Monster unten im Valira-Tal ist letztlich der Schlüssel von Andorra, also keine Hemmungen. Der Angstschweiss weicht schnell, weil Sie damit zunächst etwas kennenlernen: Die Rücksicht der Menschen mit andorranischem Nummernschild. Ausserdem können Sie bequem im Stand/Schrittempo eine Vorauswahl fürs Shopping per pedes treffen. Entdecken Sie anschliessend die zweite Sicht und viele weitere Blickwinkel. Vielleicht auch Andorras Seele. Leider wird ein Andorra-Urlaub aber dazu nicht ausreichen.

Falls Sie auf morbiden Charme oder Süd-Punk aus sind, den gibts hier kaum. Immerhin aber doch noch einige dieser sehr lauten und absolut touristenfreien Tapa-Bars. Schön laut gehts jedenfalls tagsüber in Andorra-City immer zu. Vier LKW-Betonmischer und eine dazugehörige Betonpumpe sind gnadenlos. Aber das macht mir nichts mehr aus. Nachts geht es nämlich trotz/wegen südländischer Pappwände in Andorra-Wohnungen flüsterleise zu. So verstecke ich mein nächtliches Husten ebenfalls unter der Bettdecke.

Es gibt also viel zu entdecken. Falls Sie politisch motiviert sind, drucken Sie anschliessend Ihren Andorra-Bericht in grossen Buchstaben auf möglichst schwerem Papier aus, und hauen Sie ihn Ihrem Lieblings-Sozi in Alemanya um die Ohren. Oder nehmen Sie irgendetwas, was besonders wehtut. Völlig egal, begreifen wird er sowieso nie. Mein persönliches Fazit zum Zustand der deutschen Gesellschaft ist mit meiner Andorra-Perspektive noch viel pessimistischer geworden. Diese Aussensicht verschiebt alle Masstäbe. Für den deutschen Staat ist Andorra's Weg eine schallende Ohrfeige. Dessen Grundgesetz ist nicht erst seit gestern purer Hohn angesichts der Realitäten. Selbstgefälligkeit, Schnüffelei in allen Lebenslagen, Geld-, Zeit- und Zuversicht-Diebstahl. In Andorra gibt es nichts dergleichen. Für die Greencard alle 2 Jahre sind 3 Nachweise nötig, das ist es dann auch.

So verstehen Sie vielleicht, dass ich immer noch nach dem Haken von Andorra suche: Neid und Missgunst wird es jedenfalls nie sein. Staatliche Neugier - komplette Fehlanzeige bisher. Schwarzgeld und Schwarzarbeit kann es nicht geben, weil der Staat Andorra Leistung nicht bestraft. Und Faulheit natürlich nicht belohnt. Grotesk wird es, wenn man weiss, dass Andorra erst seit 1993 eine demokratische Verfassung hat, dem Europarat zuliebe. Da war ja was mit Todesstrafe im Gesetz. Vielleicht sagten sie sich "Na gut, wenns denn soo wichtig ist, nennen wir es eben Demokratie". Andorra's demokratische Verfassung liest sich gut, und es sieht aus, als ob Theorie und Praxis sogar übereinstimmen. Wahrscheinlich alles vorher längst praktiziert, ohne dass es ausdrücklich formuliert war. Die letzte Hinrichtung war hier 1942 (Brudermord). Zu der Zeit hatte Deutschland wesentlich mehr zu bieten. Ein Feudal-System als Masstab für demokratische Worthülsen-Akrobaten, das wäre der Oberknaller. (Dazu etwas auf meiner privaten Website: Andorra Geschichte)

Tja, die Sache mit diesen "Werten". Nur - sind sie erstmal futsch, können sie anschliessend nicht mehr herbeidiskutiert werden. Das, was in deutschen Parlamenten und Politrunden fabriziert wird, ist eine gigantische Zeitverschwendung, belanglos. Es fällt nur keinem mehr auf, weil Zeitverschwendung und Belanglosigkeit zum deutschen Alltag gehört. Intensive Blicke auf Andorra's Weg könnten eine überraschend schlichte Lösung offerieren. Nur müssten fast alle politischen Entscheidungen der letzten 2 bis 3 Jahrzehnte in Frage gestellt werden. Ohne die richtigen Vorzeichen hat eine Demokratie nur Schrottwert.

Hier in Andorra kann es manchmal richtig langweilig sein, weil der Staat einen nicht ständig auf Trab hält, und er es irgendwie hinbekommt, dass es einen allübergreifenden zukunftsgerichteten Konsens in der Gesellschaft gibt. Das hat viel mit diesem Respekt zu tun, der gegenseitigen Achtung untereinander. In Andorra gilt das offensichtlich sogar von oben nach unten. Andorra hat natürlich das Privileg einer sehr überschaubaren Verwaltungseinheit. Probleme sind so meist schnell und ziemlich unbürokratisch gelöst. Ein weiteres Privileg (und ein weiterer Erklärungsversuch) aus der Geschichte: Andorra hat niemals eine Rolle in der Weltgeschichte gespielt, also konnten Andorra's Grosskopferte stets nur einen Hauch "wichtiger" sein als alle anderen. So könnte es sein, dass der Fliegenschiss auf der Weltkarte den Wimpernschlag der Geschichte vorführt, ungefähr nach dem Motto: Was kümmerts die Eiche, wenn sich ein Sozi dran scheuert. Ok, Kalauer.

Es ist einfach erschreckend einfach in Andorra. Den Grossteil der fehlenden Missgunst und Streitlust von Andorranern fängt natürlich die Mentalität ab, sowie die tiefe Verwurzelung in Geschichte und im katholischen Glauben. Weil der Staat so klein ist, gibt es z.B. keine Interessenverbände, die wie in Deutschland mit viel Marketing-Tamtam und teuer bezahlten, mehr oder weniger gefälschten Gutachten Bevölkerung und Politiker verunsichern. "Wenn Du nicht mehr weiter weisst, dann gründe einen Arbeitskreis" - unvorstellbar! Einmal davon abgesehen, dass es für solche fürsorgliche Menschen nichts aus der Staats-Schatulle gibt.

Auch wenn man das Land nicht begreift, das Gefühl von Freiheit, die gegenseitige Achtung, sprudelnde Vitalität, Lebenslust und Lebensqualität ist bald spürbar. Einfach Menschen beobachten! Andorra hat indes eine politische Kostbarkeit aus der Geschichte: Die dezentrale Verwaltungsstruktur und -Macht der "Valls" (Täler), als wäre das Land nicht schon klein genug. Soviel Vertrauen in lokale Kompetenz für Deutschlands Regionen und Gemeinden wäre das Ende der EU in der jetzigen Form, und wahrscheinlich das Ende der Existenz von Millionen deutscher Staatsdiener, ihrer Erfüllungsgehilfen, Berater und Nutzniesser im Umverteiler-, Stütze-, Subventions- und Abgreifer-Spiel. Der alles entscheidende Kippschalter ist aber leider verlorengegangen. Wenn es diesen in Deutschland überhaupt jemals gab.

Man könnte vielleicht eine Checkliste Deutschland / Andorra versuchen. Aber wie würden Sie beispielweise den Punkt "gesunder Menschenverstand" für Deutschland bewerten? Lachen Sie nicht so zynisch! Die einzige Verbindung Andorra-Deutschland scheint Karl der Grosse zu sein. "Carlemany" in der Nationalhymne, als Strassen- oder Hotel-Name. Wäre er wirklich selber hier gewesen, sähe es heute in Deutschland vielleicht anders aus. Einfalt - Vielfalt, Reissbrett gegen Trampelpfad. Man kann aus Andorra's Infrastruktur einiges herauslesen, wie die Uhren hier ticken. Was sich für den Touristen als Chaos darstellen mag, funktioniert bestens. Mit manchem Umweg zwar, aber es kommt immer Urbanes dabei heraus.

Bei der Architektur gibt's dann auch keine Kompromisse. Alles anders, jedes Haus ein Unikat. Normteile, pah! Sie sind natürlich vorhanden, aber geschickt kaschiert. Die Wertschätzung für "Schönheit" äussert sich z.B. darin, dass Künstlerskulpturen in Grossbaustellen manchmal zu allererst aufgestellt werden, was sicher nicht sonderlich praktisch ist. Oder der hoffnungslose Sichtblenden-Versuch, Einwohnern und Gästen den Anblick auf Andorra's Baueifer zu ersparen. Ein Spaziergang durch Andorra-City bei Nacht, entlang des Riu Valira, oder auch durch die Kommerzmeile liefert dann auch manchen Aha-Effekt. Aber dass Andorraner Wasserwaagen verachten, ist ein böses Gerücht. Strassenschilder und Laternenpfähle werden eben manchmal einfach in den Boden gesteckt, Horrorvorstellung für deutsche Strassenmeistereien. Für das Geraderichten meiner Fotos gibt es gottlob aber noch die vielen Baukräne im Bild als Anhaltspunkt fürs rechte Lot.

Apropos Infrastruktur! Ich hatte anfangs arge Bedenken, ob meine Lebensadern hier nicht vielleicht wöchentlich abgetrennt werden wegen der Buddelei. Also Strom, Wasser, Kommunikation. Um es kurz zu machen: Sie würden Ihre Versorger in Deutschland an den Ohren nach Andorra schleifen. Wie sie es hier hinbekommen, wird mir ein Rätsel bleiben. Aber der Technologie-Vorsprung bei der schnellen Umsetzung gilt auch für Spanien. Wesentlich dünner besiedelt als D ist es seit über 1 Jahr mit UMTS fast flächendeckend versorgt, incl. Flatrate für Internet-Nomaden. Ebenfalls der Bereich Entsorgung: Gängelige deutsche Politik-Ökos und deren schnüffelige Handlanger würden, wie auch die mit ihnen sehr verbundene Entsorgungsindustrie ihre Pfründe wegbrechen sehen. Dass Sie von dieser Andorra-Infrastruktur als Besucher fast nie etwas mitbekommen, gehört auch zum Geheimnis Andorras.

Andorra's Logik wird sich kaum sofort erschliessen, doch nach gewisser Zeit begreift man. Staat und Gesellschaft auf gleicher Augenhöhe ist vielleicht etwas übertrieben, aber so ungefähr. Ich finde hier einfach keinen Ansatz zur Nörgelei, und das ist für einen deutschen Piesepampel eine wunderbare Lektion. Dass es so etwas wie Andorra überhaupt gibt, kann immerhin in Deutschland Mut machen für die verbliebenen Menschen mit aufrechtem Gang. Wenn auch eher dann gleich zum Auswandern. Oder ein Kantholz bei OBI kaufen. Denn es geht doch! Selbst Feindbilder greifen hier irgendwie nicht. Stellen Sie sich mal vor, Deutschland hätte einen 2/3 Ausländeranteil wie Andorra, zu dem auch ich gehöre. Und keiner hasst mich! Ausser vielleicht Schuhgeschäfte, denen ich mit meiner Grösse 48 auf die Nerven gehe.

Einigkeit macht stark

"Virtus unita fortior" steht in Andorra's Staatswappen. Einigkeit macht stark. An diesem Spruch könnte etwas dran sein. Andorra ist fröhliches, unbeirrbares Selbstbewusstsein, an dem alle negativen Begleiterscheinungen "fortgeschrittener" Gesellschaften anscheinend abprallen. Mit dem Begriff "Volksweisheit" konnte ich nie etwas anfangen, jetzt schon.

Der extrem hohe Ausländeranteil ist wirklich nicht unumstritten in der Politik, im Alltag ist allerdings nicht der Hauch von Ablehnung zu spüren. Max Frisch mit seinem "Andorra" Theaterstück gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile hatte auch gar nicht das Land Andorra im Visier gehabt. War dieser Missgriff nach einem Sinnbild nun ein Bärendienst an Andorra, oder vielleicht sogar das Gegenteil, weil speziell dieses Thema Andorra 100% in die Karten spielt? Es reiht sich letztlich ein in all das Geheimnisvolle, die Falschdarstellungen und Halbwahrheiten, die Mythen und Legenden. Ein spannendes Land!

Thema Kultur. Ich bin schliesslich Musiker, und natürlich bei Musik überhaupt nicht objektiv. Andorra's Staatsfunk RNA dudelt das ab, was ich ich mir als ultimative Zusammenfassung von "the best of good music" etwa so vorgestellt habe. Meine private mp3 Musiksammlung bleibt jedenfalls seither fast ungehört. RNA nennt das "bona musica". Obwohl ich bei dem sehr kleinen Anteil an Südmusik zunehmend gerne mehr davon hören möchte. Wenn überhaupt europäischer Blues, dann steckt der im Süden. Ehrlich gesagt hasse ich Deutschland deshalb seit meinem Teenie-Dasein, weil dessen Einwohner nur auf 1 und 3 mitklatschen können.

Kultur hat in Andorra natürlich noch ganz andere Facetten. Kennen Sie "Sant Jordi"? Dieses traditionelle katalanische Volksfest wird natürlich auch in Andorra gefeiert (23. April). Es geht nur um Bücher! Besser darum, den lesemuffeligen Ehegatten mit einem "guten Buch" zu beschenken, wofür er sich sich mit einer einzelnen Rose revanchieren muss - umgekehrt wahrscheinlich unwahrscheinlich. Die Verehrung katalanischer Dichter und Schriftsteller ist dabei nicht zu übersehen. Aber in Andorra finden Sie auch unabhängig von diesem Event viele kleine Spezial-Büchereien zu katalanischen Themen. Und: Keine Yellow-Press. Auch in den Supermarkt-Zeitungswänden gibt es keine Goldenen Blätter, trotz "Fürstentum".

Dann verschiedene spannende Fragen für Andorraner, wie z.B. wie designt man einen Bach/Flüsschen/Fluss? Also den Riu Valira im Stadtgebiet. Es ist ja so: Trotz Auto- und Baulärm ist er deutlich lauter als alles andere ringsum. Aber deshalb haben sie ihm sicher keine flüsterleise 200m Beton-Rutschbahn spendiert am Pont de Paris. Alle warten hier nämlich gespannt darauf, ob aus den vielen 20cm runden Unterwasserlöchern irgendwann mal irgendwas leuchtet, oder besser schön laut "puff" macht. Beruhigung für Ökos: Es gibt natürlich einen seitlichen Aufstiegskanal für Fische - die Betonierung dient eher dem schnelleren Wasserabfluss bei Hochwasser.

Die beiden Co-Fürsten können einem nach der einen oder anderen Lektüre sogar fast leid tun. Andorraner haben ihre Herrscher über die Jahrhunderte offensichtlich gut im Griff gehabt, und sicher auch ein klein wenig gegeneinander ausgespielt. Die vererbte Last war wohl etwas kratzbürstig, und man hört in den Geschichten oftmals den Stosseufzer heraus "Um Himmels Willen, eine Abordnung aus Andorra!" Heute in EU-Zeiten scheint der Trick mit den zwei Fürsten genauso gut zu funktionieren. Aber mit weltweiter Kommunikation und globalen virtuellen Geschäften kommen neue, ganz andere Fürsten ins Spiel. Es bleibt also spannend.

Bilder sagen schliesslich mehr als diese tausend Worte. Meine Andorra-Berichterstattung geht natürlich weiter. Ich schwöre, ohne Lästerei über meine Lieblinge. Naja, vielleicht gelegentlich ein bisschen nachtreten. Das Verlangen nimmt allerdings rapide ab wegen dem Brechreiz. Kleine Ministories mit vielen Bildern zu allen möglichen Andorra-Themen und Perspektiven aus dem realen Alltag. Schöne Berge sehen Sie sowieso fast auf jedem Bild im Hintergrund. Mein einziger Haken an Andorra als Ex-Niedersachse und Flachlandtiroler: Es sind so viele und die sind so schrecklich hoch. Als Mensch mit Höhenangst können mich daher weder die hiesigen Helicopter-Services, noch der neu geplante Flughafen im 10km entfernten spanischen La Seu d'Urgell locken. Gewohntes DDR Grenz-Feeling bekomme ich zur Erinnerung dazu gratis beim Ausflug ins sogenannte freie Europa. Umgekehrt aber nie. Also bleibe ich im Paradies, und lerne dieses seltsame Geräusch catalá.

Einer noch (September 2006)

Das soll hier kein Fortsetzungsroman werden, aber die versprochenen "Andorra-Themen aus dem realen Alltag" dauern noch. Nicht dass die Themen nicht da wären, die Fotos dazu sind das Problem! Es sind weit über 10000, und täglich werden es mehr. Ein derartig in jeder Hinsicht kontrastreiches Land muss eben in allen Aspekten und Ansichten abgeknipst werden. Mittlerweile haben sich die Leute hoffentlich daran gewöhnt, dass ich ihnen immer näher auf die Pelle rücke. Irgendwann im Winter kommt was, versprochen! (Nachtrag Dezember 2006: Hier sind sie: über 1000 Fotos & weitere Andorra Stories.)

Ein Thema will ich jedoch kurz anschneiden: Wie in Andorra orientieren, besonders bei "Andorra-City". Das peilt der typische EU-Bürger nunmal an wegen der Schnäppchen. Und muss sich beim nächsten Besuch neu orientieren. Dass Andorraner äusserst kreativ sind, haben Sie vielleicht schon herausgelesen. Entwickler für Routenplaner-Software haben hier ein erstklassiges Testumfeld, und Andorra ist tatsächlich auf guter Navigations-Software sehr gut erfasst, ebenso auf Web-Diensten wie Google-Maps und Google-Earth. Allerdings nutzt dies nur bedingt bei der hiesigen Experimentierfreudigkeit in der Verkehrsführung und Andorras Triebhaftigkeit zum Bauen.

Der aktuelle Stand (25.9.06) ist folgender: Die 50km lange/kurze Andorra Transitstrecke Spanien/Frankreich ist nun fast durchgängig 3 bis 4-spurig (in/out Messe-System). Niemand, der jemals hier war, wird das für möglich gehalten haben. Auch die zweitwichtigste interne Route nach Norden (La Massana, Ordino etc) ist durch einen neuen 1200m Tunnel wesentlich leichter erreichbar. (Noch ein Nachtrag April 2008: Dieser "Tunel Pont Pla" wurde vom ADAC als sicherster Tunnel Europas gekürt, na denn). Die Nord-Route ist übrigens keine Sackgasse. Der Grenzübertritt nach Spanien am Pass Port de Cabus hinter Pal endet auf spanischer Seite allerdings auf einer nur für Geländewagen tauglichen Piste. So nutzen in der Umgebung lebende Spanier lieber den Umweg über die perfekten andorranischen Inlands-Strassenverbindungen, wie von und nach Os de Civis im Südwesten. Die Franzosen etwas weiter nördlich am Port de Rat (welch ein Name! Die EU schon im Mittelalter geahnt) wären schon längst ans wirklich freie Europa angeschlossen, nur deren Staat wird sich hüten mit seinen Sprit- und Tabaksteuern. Andorra scheint das ziemlich wurst zu sein, es zieht seine Autobahnen konsequent durch. Weil dort oben die Berge nicht mehr so steil sind, werden die Strassen damit immer breiter, obwohl sie ohne sinnvolle Verbindung nur als bequemer Trampelpfad von Kuhherden genutzt werden.

Bleibt die Frage: Wie bezwinge ich Andorra-City 1500m tiefer in seiner Felsenkerbe? Mit dem Auto nachwievor kein Vergnügen tagsüber. Stellen Sie also Ihr Gefährt im Aussenbereich an der Umgehungsstrasse ab, und gehen Sie einfach zu Fuss. Das Monster ist nur 1 qkm klein. Grobe Orientierung: Die Talsohle ist nicht breiter als 500m, und es gibt überall Schilder (Espanya = bergab, Franca = bergauf). Auf der einen Seite der "Sonnenhang", gegenüber der "Schattenhang". Etwas Pfadfinder-Grundkenntnisse helfen also. In welcher "Stadt" Sie sich gerade befinden, sehen Sie an den Hausnummern. Entweder steht "Andorra la Vella" oder "Escaldes-Engordany" drauf. Leider selten im Bereich der Kommerzmeile, weil diese die schicken Glastempel verunstalten würden.

Also bis später...

Die Sache mit dem Nachtreten auf meine Lieblinge lasse ich in Zukunft bleiben. Deutsch-TV gucken, Spiegel oder Stern lesen bereiten mir Schmerzen und als längst abgehakt gedachte Alpträume. Entweder blauäugige Duchhalteparolen oder Depression aus allen Medienrohren. Die deutsche Gesellschaft braucht das wohl, ebenso ihre Terroristen, die sich in den letzten 3 Jahren seit meinem Weggang karnickelartig vermehrt haben müssen. Koffer stehenlassen am Bahnhof reicht ja mittlerweile. Irgendwann kommen die auch, auch wenns nur die eigenen Bürger mit Kantholz sind.

Die Kur für das sterbende Deutschland wäre sehr einfach. Mindestens 50% der deutschen Staatsdiener wären nach Andorra Masstäben sofort überflüssig, und weitere Millionen Menschen/Firmen/Institutionen im staatlichen Schmutzwasser hätten ein ernsthaftes Existenzproblem. Aber die Sache mit dem Wahlrecht. Und ausserdem die mit dem Bildungsmonopol, das die nötigen Wähler erzeugt. PISA verkneife ich mir hier mal - man könnte über das Andorra Bildungssystem einen Roman schreiben. Freidenkern und Querulanten in Deutschland hilft das Gewaltmonopol wieder auf den rechten Weg, falls sie es versäumt haben Verfassungsrecht zu studieren, oder ihre Zeit neben dem täglichen Wahnsinn nicht auch noch im Instanzenweg verplempern wollen.

Mein D Fazit wird leider immer schlimmer: Zukunftsvernichtung total, mit Vorsatz. Da können auch die unabhängigen Medien nicht mehr widerstehen bei dem Übergewicht an Menschen, die am Staatstropf hängen. Sie brauchen eben Auflage oder Einschaltquote. Also werden hampelnde kameragecoachte Politprofis in Talkshows eingeladen, ohne Gefahr, dass ihnen gleich bei der ersten Lüge die Fresse poliert wird. Als Veranstaltungsmensch hat mich schon vor 20 Jahren gewundert, welche Angst Politiker bei Wahlauftritten vor ihren Wählern haben müssen mit ihrem Bodyguard-Heer. Und Andorra? Na, den Regierungschef trifft man eben manchmal beim Brötchenkaufen, ohne Hofknicks-Reflex. Im Andorra TV verhalten sich die Politikleute daher auch recht unangestrengt.

Mal wieder ins deutsche Grundgesetz gucken! Manches war so gut gemeint wenige Jahre nach dem letzten Desaster. Die heutige Perfidität konnten die weisen Leute von damals vielleicht nicht vorausahnen, wohl aber die Massenvermehrung von Beamten, Juristen, ungerufenen Stellvertretern und Lobbyisten in der aktuellen Politik. Grundrechte und die Auslegung des Begriffs Demokratie sind mit Würstchen-Logik längst frei interpretierbar geworden. Die Wissenschaft nennt den Zustand Postdemokratie. So braucht die Clique nur den sozialistischen Neid-Keil weiter in die Gesellschaft zu treiben, und den letzten produktiven Menschen mit Ausfüllen von Steuererklärungen und anderen neugierigen Fragen von der Arbeit und vom Nachdenken abhalten. Er hätte auch nicht das Geld, um in der Politik mitzuwirken. Das wird ihm mit ausgewürfelten Steuernachzahlungen sowieso abgenommen. Seine Chance gegen die gut organisierte Parallelwelt ist eh null. Ob Ihr Steuerberater, Rechtsanwalt oder Psychotherapeut schon dazu gehört - aus Andorra-Sicht sind die eben überflüssig, und selbst die im Abhängigkeitsverhältnis beschäftigten Andorra-Menschen würden einem Verbraucherschützer oder Gewerkschafter wahrscheinlich doch eher den Vogel zeigen.

Kommen Sie Andorra besuchen, und schauen Sie genau hin. Blättern Sie im Andorra Branchenverzeichnis/Telefonbuch der STA (die hiesige Telekom), suchen Sie mal nach diesen Berufsbildern. Oder gehen Sie einfach durch die Strassen. Berüchtigte deutsche Strassenzüge mit einträchtig versammelten Staat-Wurmfortsätzen in der Privatwirtschaft, in Verbänden oder Heilberufe für die Sinnkrise werden Sie nicht finden. Und falls Sie in die Verlegenheit kommen sollten, das hiesige Gesundheitssystem nutzen zu müssen, werden Sie das deutsche anschliessend erst recht zur Hölle wünschen. Auslandskrankenversicherungen, Impfpässe oder andere wohlmeinende Andorra Reisetips, was für hier alles zu beachten ist, können Sie in der Praxis getrost vergessen. In Andorra ist vieles nur "so ungefähr" geregelt, aber das Wesentliche beruhigend preussisch. Bei Problemen wenden Sie sich an ein kommunales Centre de Salut. Sind Sie auf Medikamente angewiesen, gehen Sie einfach in eine der unzähligen Farmacies mit dem blinkenden grünen Kreuz. Es gibt keine Rezeptpflicht, und beim Bezahlen offenbaren sich "wahre Werte".

Schulen und Kindergärten sind geeignete Objekte zur Entdeckung dieser Gesellschaft. Um 8:30 oder besser noch 17 Uhr zum Schulschluss einfach mal in der Nähe aufhalten, wenn Mamis und Papis meist viel früher kommen wegen Abhandlung wahrscheinlich interessanter adorranischer/katalanischer Themen untereinander. Nein, eigentlich gehts immer um die Familie. Z.B. an der andorranischen Grundschule "Escola Andorrana" (Escaldes, zwischen Caldea und der Andbanc-Zentrale), oder ganz in der Nähe zur Ex-Klosterschule Sant Ermengol "Col-legi Sant Ermengol" hochkraxeln. Dort ist übrigens auch der optimale Einstieg zum Rec del Sola. Oder setzen Sie sich einige Stunden in den Parc Central - oder wenige hundert Meter schräg gegenüber auf den Placa del Poble auf dem Dach vom "Govern d'Andorra". Üben Sie einfach erstmal den slow-go, erfreuen Sie sich am Gezwitscher der Kinder, an den vielen Blumen, an der Eifrigkeit von Vater Staat, alles hübsch und ordentlich zu halten, an den lustigen bis abgefahrenen Künstler-Skulpturen. Andorra City ist weder Inferno noch Moloch. Einige Tage Erkundung reichen aus, um das kleine Ding in den Griff zu kriegen. Anschliessend ballen Sie wie ich stolz die Fäuste: Ich habs bezwungen!

Vor einigen Tagen war es wieder soweit, Infopost von meiner Heimatgemeinde bekommen, die mir immer wieder feuchte Augen bereitet. Grosse Dinge tun sich im 17000 Seelen Städtchen Escaldes, nachdem die Sommertouristen weg sind. Caldea ist nach 13 Jahren in die Jahre gekommen, und die Umgebung wird gleich mit umgegraben für einen neu gestalteten Freizeitbereich (Prat del Roure/Clot d'Emprivat). Ausserdem steht die komplette Umstrukturierung der Shopping Hauptstrasse Avinguda Carlemany an. Sowas passiert überall mal, aber die Art, wie die Kommune ihren Bürgern gegenüber Aufklärung betreibt, ist für mich immer noch gewöhnungsbedürftig. Neben dem üblichen Hochglanzprospekt lag ein extrem aufwendig produzierter animierter DVD-Film mit Visualisierungen der künftigen Umgebung bei - für die "Lieben Ciutadans", also die Nicht-Steuerzahler. Warum machen die das?

(Nachtrag ein Jahr später September 2007): Fast alles fertig, und wunderschön geworden. Eine Areal von etwa 5 Fussballfeldern auf teuerstem qm-Preis mitten in der City in unwirtschaftliche Kinderspielplätze und Freizeitflächen umzufunktionieren, so etwas geht wohl nur in Andorra. Die Avinguda Carlemany ist zwar nicht breiter geworden, aber sie macht richtig was her mit hübsch drapierten Pflanzentrögen und Effektbeleuchtung aus allen Richtungen. Caldea's neues Eventzentrum ist einfach umwerfend, und als Veranstaltungsmensch schaue ich natürlich penibelst auf Kleinigkeiten. Ob die Halle von der Nachfrage überhaupt nötig war, bezweifele ich allerdings. 200 Meter daneben liegt Prat Gran, eine recht moderne Multifunktionshalle, die bisher auch nie ausgebucht ist. Und ausserdem werden die grossen Events ohnehin Open-Air auf einem freigeschaufelten Parkplatz abgehandelt. Aber der etwas grössere Nachbar Andorra la Vella rüstet den Placa del Poble in 1km Entfernung mit einem aufgestockten neuen Kongresszentrum ebenfalls auf. Also wird in Escaldes erstmal dagegengehalten. Manchmal blutet mir hier als Unternehmerseele schon das Herz wegen dem rausgeblasenen schönen Geld. (Nachtrag Ende)

Das restliche Andorra finde ich in "meinen Jahreszeiten" aber auch spannend. Winter wird eben einfach ausgeklammert. Als Frostküttel werde ich mich im Winter hüten, 1-2 km höher gelegene verschneite Landschaften zu betreten. Wintersport dominiert dort in den freigegeben Zonen fast alles, gut fürs Touristik-Business, und ich freue mich ja auch. Aber Frühjahr und Herbst sind da oben deutlich farbenfroher, und gespickt mit Raritäten wie der Narzisse "Grandalla" (narcissus poeticus). Sie ist übrigens Andorras eigentliches Wahrzeichen, wegen ihrer sechs Bätter als Sinnbild für die 6 Parroquies (ehemals Kirchengemeinden, heute Verwaltungsbezirke). Heute sind es 7, ausgerechnet durch meine Heimatgemeinde Escaldes verbockt, und deshalb funktioniert auch der "6-Schlüssel-Schrank" nicht mehr so recht. Damit konnten entscheidende staatliche Beschlüsse nur gefasst werden, wenn alle 6 Gemeindevertreter mit ihren Schlüsseln auch anwesend waren. Basisdemokratie vor Jahrhunderten.

Heile Welt Andorra? Andorra hat eine Menge unter der Haube, und Ideologen jeglicher Farbe sollten hoffentlich auch künftig ziemlich chancenlos sein. Andorras lokale Fürsten sind einfach zu schnell im Erkennen von Schieflagen, und für internationales Big-Business oder Korruption gibts keine wirklich funktionierenden Hebel. Ein Soziologe hätte für und in Andorra nicht viel zu tun, eigentlich gar nichts. Es gibt im Katalanischen zwar das Wort sociòleg für einen Soziologen, aber offensichtlich in Andorra keinen Bedarf dafür. Was soll der arme Kerl hier auch forschen, ausser natürlich als Deutscher erhellende Erkenntnisse an seinen Heimatplaneten zu funken, dessen Entscheider mit sowas ihre Lebenslüge bedroht sehen würden, weshalb ein solcher Bericht auch nicht geschrieben wird.

Farewell Misthaufen (Mitte 2007)

Mir ist das jetzt auch wurst. Sollen Andos meinetwegen untereinander mauscheln, es ist ihr Land. Für mich bleibt in Hülle und Fülle übrig, und damit meine ich keinesfalls das Geld. Es ist diese offensichtlich ungeteilte Volkskultur, die alles in schlichtester Denklogik zusammenhält. Nach Jahrzehnten Deutschland Unfug-Live ist es also gar nicht so einfach, auf Normalität umzuschalten wegen diesem Haken. Nein, ich suche ihn nicht mehr. Aber manchmal stelle ich mir vor, ich hätte Andorra-Wahlrecht. Es wäre eine zu grosse Verantwortung!

Trotzdem bin ich skeptisch. Halten die 1000jährigen Werte auch in Zukunft? Erst vor 14 Jahren hat sich Andorra erweichen lassen, eine demokratische Verfassung einzuführen. Jedenfalls das, was andere Staaten dafür halten. Und folgerichtig anschliessend gleich Mitglied in allerlei Weltorganisationen gegen oder für irgendwas, mit allerlei Abgesandten, die es sich nun herausschwitzen muss. Andorra ist zwar ein sehr hochentwickeltes Land, muss aber mangels eigener Industrie und Ressourcen alles einführen. So gelten natürlich schon lange die EU-Normen bei technischen Standards und Sicherheit. Also faktisch die Deutsche-Industrie-Norm DIN. Ebenso alle anderen Standards für internationale Gepflogenheiten. Deutschland spielt gottlob international keine führende Rolle mehr, aber die bevormundende Saat blüht auch hier etwas. So werde ich als mittlerweile überzeugter Moto-Fahrer von der Circulacio regelmässig zusammengetrillert, wenn ich wieder mal meinen Motorradhelm vergessen habe aufzusetzen. Ich buche das zwar noch unter der allgemeinen Sorge für die lieben Mitbürger ab, aber so fing es in D auch mal an, die Vorzeichen sind jedoch etwas Andere. Immerhin darf ich jetzt auch alles, Hauptsache Helm auf Kopf.

Im Spätsommer-Herbst ist es selbst für Konsumverweigerer praktisch unmöglich, in Andorra zu verhungern. Strauchbeeren und Pilze satt. Andorra's Besucher wollen zwar oft schnell und billig konsumieren oder auf Holzlatten verschneite Berge runterrutschen, aber es gibt eben noch das ganz anders gepolte Andorra. Vielleicht können Sie es machen wie ich. Kaufen Sie sich ein Wohnmobil, rüsten Sie vorher alles auf mobile Online-Kommunikation um, und gehen Sie auf Entdeckungsreisen, unterwegs arbeiten via Satellit. Ich suchte nur einen Mietstaat, um erstens überhaupt erstmal dem Misthaufen zu entkommen, und zweitens einem eventuell weiteren Misthaufen sofort den Stinkefinger zeigen zu können. Das klappt! Nie wieder werden dumme Menschen über mich bestimmen. Leider gibt es das Internet (fürs Geschäft) erst seit 1995. Ich wäre schon 1985 abgehauen. Nun klebt mein WoMo schon wieder seit Monaten an derselben Bordsteinkante in Andorra fest. Ganz sicher bin ich zwar noch nicht, aber brauchen Sie eventuell ein Wohnmobil?

Also was ist Andorra in Kurzform? Schauen Sie sich die Europakarte an, zoomen Sie rein auf die Pyrenäen mit einer topografischen Darstellung. Frankreich ist da doch sehr weit weg bei Berücksichtigung der beschwerlichen alten Schmugglerpfade über die Pässe im Norden und Westen. Der Handel z.B. mit Nylon-Strümpfen aus Frankreich für unterversorgte Spanierinnen hat sich schon vor 50 Jahren richtig gelohnt. Schmuggel? Für einen Andorraner ist das schlicht Handel. Unrechtsbewusstsein in diesem Punkt kennt ein Andorraner daher ebenso wenig wie beim stetigen EU-Vorwurf, böse Steuerhinterzieher anzulocken. Die hohe Bergkette im Norden hat noch eine zweite Funktion: Sie hält recht zuverlässig das Scheisswetter ab, das der Liebe Gott der Europäischen Union zur Strafe aufbrummt. Gegen Franzosen hilft sie auch etwas. Und damit Andorraner fleissig Banken, Kommerztempel, Skilifte, Strassen, Freizeitanlagen und Kunstwerke bauen können, hat er den Temperaturregler entsprechend moderat eingestellt. Weil der Staat Andorra fast gar nichts von seinen Einwohnern will, bleibt auch viel Zeit über, um anständig Feste zu feiern, oder interessante Geschäftsprojekte durchzuziehen. Sehen Sie, das ist Andorra, und es ist noch nicht mal flapsig gemeint.

Geben Sie der D/EU-Parallelwelt und Ihren Lieblings-Blödies einen nachhaltigen Tritt in den Hintern, aber tun Sie es mit Bedacht. Weniger wegen Andorra, sondern weil Sie alleine schon durch Ihre Absichtserklärung zur Auswanderung nach Andorra ein böser Bube werden für Würstchen im D-Staatsdienst oder für die lieben Nachbarn. Aber Andorra wird Ihnen bei "nicht kompatibeler" Einstellung ebenfalls einen Tritt verpassen. Das können Sie jetzt deuten wie Sie wollen.

Am Besten kommen Sie Andorra einfach besuchen, für den Urlaub sowieso. Oder eben für die ersten Abnabelungsschritte aus Absurdistan. Es wird lange dauern, und ich erhebe mit dieser Story auch keinerlei Anspruch auf absolute Wahrheit. Der Kopfsprung in eine andere Kultur ist natürlich nicht ungefährlich. Mein ganz persönlicher Tip: Wenn schon, dann richtig, am Besten gleich mittenrein ins Gewusel. Die ländliche Idylle im (sehr teuren) Häuschen hoch an irgendeinem Sonnenhang zwischen lauter Nicht-Andorranern kann nach 2-3 Jahren recht langweilig werden, weil das was Andorra ausmacht an Ihnen vorbeirauscht.

Andorra liegt nicht nur geografisch "Top of Europe". Es ist ein Land mit erklärter internationaler Ausrichtung, und damit für viele Branchen interessant, die über das Netz funktionieren bzw zu koordinieren sind. Globalisierung also einmal mit einer erfrischenden Note. Aber ... Andorra ist ein erdiges Land, ein Land der Bauern, Handwerker und Händler, "rechtschaffend" im Wortsinn, gänzlich ohne Schmu und krumme Dinger. Das sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, falls Sie seltsame Angewohnheiten nach Andorra importieren möchten. Andorraner über den Tisch zu ziehen hat schon mancher Weltkonzern versucht. Und als Kultur-Interessierter bekommen Sie in Andorra richtig was zu knabbern. Die "Kulturnation Deutschland" ist jedenfalls keine solche.

Das Gegenteil eines Deutschen muss der Katalane sein

Wo das alles herkommt? Andorra Literatur gibt es kaum auf deutsch, aber manches von katalanischen Literaten und Philosophen. Sich darin einzulesen lohnt sich. Ich hätte es vor meiner Auswanderung tun sollen, weil meine vergebliche Suche nach dem Haken an Andorra dann deutlich kürzer ausgefallen wäre. Denn "Katalonien ist nicht Spanien", und Andorraner sind Katalanen. Vielleicht gar 100%iger als diejenigen auf der anderen Seite der Grenze, mit denen sie die gelebte Kultur unübersehbar verbindet. Würde das wirtschaftlich sehr starke Catalunya seine Autonomiebestrebungen ernsthaft durchziehen, sähe es für Spanien nicht mehr gut aus. Spanien hat seit 10 Jahren das stärkste Wirtschaftswachstum gegenüber dem EU-Durchschnitt, und Catalunya hat daran massgeblichen Anteil. Katalanen haben die "Kraft der Jahrhunderte" bei der Unbeugsamkeit gegenüber antiken oder neuzeitlichen Bevormundern, mit denen sie kulturell nur wenig verbindet. Die Zentralregierung in Madrid lässt Katalonien daher wohlweislich gewähren. Intelligente Leute in der EU-Entscheidungsebene werden das zwecks Vermeidung einer neuen Front hoffentlich ebenfalls wissen, und damit auch Andorra in Ruhe lassen. Andorraner haben übrigens die mit Abstand höchste Lebenserwartung in Europa, trotz Escudella und eifrigem Zigaretten-Konsum. Andorra ist also in vielfacher Hinsicht ein lohnendes Land. Aber - was Sie sicher herausgelesen haben: Andorra als Kulturraum und als Staat ist nicht anyone's darling.

Als Deutscher wären Sie jedenfalls nicht ganz alleine. Immerhin sind es hier etwa 400 Germanen, auch wenn die nicht immer alle da sind. Eventuell ergibt sich sogar eine berufliche Ergänzung zu meiner/unserer Online-Tätigkeit: Bereich Redaktion, oder auch Programmierung (LAMP) und Website-Usability im Bereich Events, Musik, Kultur, Touristik, Fotografie. Siehe Kooperationen. Andorra ist ein Land, in dem Sie 1 und 1 zusammenzählen und das Ergebnis ist immer 2. Das ist doch schonmal was!

Das war es hier. Auf meiner privaten Website gehts aber weiter. Viele kleine Andorra Stories mit über 1000 Fotos, sogar fast ohne Deutschland Gehässigkeiten. Melden Sie sich einfach kurz, wenn Ihr Andorra-Besuch ansteht. Mein Honorar für heisse Andorra Tips besteht in den meisten Fällen aus dringend benötigten Mitbringseln wie Meerrettich (Thomys grüne Tube!) oder irgendwas akut extrem Wichtiges. Ich bin aber weder Auswanderungs- noch Urlaubsberater!

Lutz Meyer, eMail: lutz(ät)lutz-meyer.com

Lutz Meyer

Weitere Andorra Berichte:
Andorra Reisebericht - Peter Held Leipzig, Mai 2006

Kooperation, Jobs aktuell:
Aktuelle Angebote zu Kooperationen im Kultur-/Musikbusiness

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Politik-Domain zu vergeben - auswandern oder strike back?: www.anmassung.de


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